Mischung 1 (Schwarzpulver)
Zutaten
15% Holzkohle
10% Schwefel
75% Kaliumnitrat
Zubereitung
Pulverisiere jede Substanz für sich so fein wie möglich In einem Mörser.
Vermische sie hierauf in einer trockenen Blechbüchse oder Glas durch längeres Schütteln.
Nun kann man eine Messerspitze davon auf einer Porzellanschale entzünden.
Erklärung
In diesem Versuch sind brennbare Stoffe wie Kohlenstoff und Schwefel mit Hilfe des
Sauerstoffreichen Kaliumnitrats momentan zu den Gasen Kohlendioxid und Schwefeldioxid, über.
Beim Entzünden des Schwarzpulvers spielt sich folgende Hauptreaktion ab:
4KNO3 + S2 +6C = 2K2S + 2N2 + 6CO2
Nach der Entzündung reagiert das Kaliumsulfid mit dem Kohlendioxid und Wasser der Luft:
K2S + (H2O + CO2) = H2S + K2CO3
Daher riecht es nach der Explosion so unangenehm nach Schwefel.
1g Schwarzpulver ergeben etwa 280cm3 Gas und nehmen nach der Explosion, etwa das 470fache
des Raumes ein. Die Gase werden im Moment der Explosion auf 2400°C erhitzt und üben auf die
Umgebung einen Druck von nahezu 300 bar aus. Dieser plötzliche starke Gasdruck erteilt den
Geschossen von Gewehren und Kanonen die hohe Bewegungsenergie. Er verursacht auch bei
Bomben und Minen usw. , die Grossen, verheerenden Wirkungen. In der Waffentechnik spielt
das Schwarzpulver nur noch eine kleine Rolle, dagegen wird es in der Feuerwerkerei auch noch
heute verwendet.
Mischung 2
Zutaten
7,5g Natriumnitrat (Natronsalpeter) oder ebensoviel Ammoniumnitrat (Ammonsalpeter)
1,5g Kohlepulver
1g Schwefel
Zubereitung
Pulverisiere jede Substanz für sich so fein wie möglich In einem Mörser. Vermische sie hierauf in
einer trockenen Blechbüchse oder Glas durch längeres Schütteln. Nun kann man eine Messerspitze
davon auf einer Porzellanschale entzünden.
Dieses Pulver hat allerdings den Nachteil, dass es allmählich feucht wird,
weil beide Salpeter (Natriumnitrat wie Ammoniumnitrat) hygroskopisch (feuchtigkeitsanziehend) sind.
Mischung 3
Zutaten
1,5g Kaliumnitrat
1g Eisenstaub
0,5g Schwefel
Zubereitung
Pulverisiere jede Substanz für sich so fein wie möglich In einem Mörser.
Vermische sie hierauf in einer trockenen Blechbüchse oder Glas durch längeres Schütteln.
Nun kann man eine Messerspitze davon auf einer Porzellanschale entzünden.
Auch diese Mischung gibt eine lebhafte Feuererscheinung.
!!! Mischung 4
Zutaten
11g Natriumnitrat
5g Aluminiumpulver
4g Schwefelpulver
Zubereitung
Pulverisiere jede Substanz für sich so fein wie möglich In einem Mörser.
Vermische sie hierauf in einer trockenen Blechbüchse oder Glas durch längeres Schütteln.
Nun kann man eine Messerspitze davon auf einer Porzellanschale mit einer Zündschnur oder
Salpeterpapier entzünden.
ACHTUNG: höchstens 0,5g von diesem Gemisch verwenden!!!
Dieses Gemisch eignet sich zum Füllen von Knallfröschen.
Mischung 5
Zutaten
0,5g Kaliumpermanganat oder ebensoviel Kaliumdichromat
0,5g Kohle oder ebensoviel Schwefel
Zubereitung
Pulverisiere jede Substanz für sich so fein wie möglich In einem Mörser.
Vermische sie hierauf in einer trockenen Blechbüchse oder Glas durch längeres Schütteln.
Nun kann man eine Messerspitze davon auf einer Porzellanschale entzünden.
!!! Mischung 6 (Thermitmischung)
Zutaten
3g Zinkstaub
1g Kaliumnitrat
Zubereitung
Vermische diese in einer trockenen Blechbüchse oder Glas durch längeres Schütteln.
Nun kann man dieses Gemisch mit einem Brenner oder einem Magnesiumband entzünden.
ACHTUNG: das Gemenge verbrennt augenblicklich mit sehr heller Flamme.
Es bleibt gelbes oder weisses Zinkoxid zurück.
Als Reaktionsprodukt entstehen keine Gase, sondern feste Oxide, darum eignet sich
dies nicht als Explosivstoff.
!!! Mischung 7 (Thermitmischung)
Zutaten
Aluminiumbronzepulver
Braunsteinpulver
Zubereitung
Man fülle in ein trockenes Reagenzglas etwa 2cm hoch mit Aluminiumbronze und etwa 1cm mit
Braunsteinpulver. Nun kräftig schütteln und giesse das Gemenge auf einer Porzellanscherbe und
entzünde es im Freien mit einem Magnesiumband oder Brenner (VORSICHT).
ACHTUNG: die Mischung brennt unter blendend, hellem Aufleuchten und starker Rauchentwicklung,
wobei kleine Körner von geschmolzenem Aluminium zurückbleiben. Nebenbei bildet sich Aluminiumtrioxid
und Mangan. Als Reaktionsprodukt entstehen keine Gase, sondern feste Oxide, darum eignet sich
dies nicht als Explosivstoff.