TIPS wie man in der Beziehung mit den Problemen umgehen kann
Das wichtigste ist, daß man zuhört. Auch wenn du es selbst nicht immer verstehen kann, was in dem Partner vorgeht, so hilft es doch.
"Ich denke an nichts", sagt eigentlich, daß der Partner versucht, den Kopf von den schlimmen und schlechten Gedanken frei zu bekommen. Oft hilft es, wenn man etwas unternimmt.
Versuche, dich in deinen Partner hinein zu versetzen. Man selbst kann es nicht nachempfinden, was dem Partner passiert ist. Aber du kannst dir vorstellen wie dir selbst zu mute wäre. Auch wenn es jetzt flach klingt, aber hilfreich ist es, wenn man sich selbst an Situationen erinnnert, in denen etwas gegen den eigenen Willen geschehen ist. Aber du hast einen kleinen Eindruck von dem, was in dem Partner vorgeht.
Informiere dich. Es ist schwer, geeignete Quellen zu finden, doch nicht unmöglich. Bei den Links sind einige gute Anlaufstellen, wenn viele auch in Englisch sind. Besonders hilfreich ist das Buch Sexual Healing von Wendy Maltz {ISBN 3499193264} (Danke an Ulrike für diesen Tip). Vielleicht solltest auch du einen Therapeuten aufsuchen (überwinde diesen Alltagsgedanken von ich bin doch nicht verrückt.).
Sei dir darüber im klaren, daß die Beziehung mit einer Überlebenden anders ist. Es bedeutet, daß du eher mal verzichten mußt, als es in einer normalen Beziehung der Fall ist. Es hat immer der Partner im Vordergrund zu stehen. MANN hat es einfach zu akzeptieren und nicht in Frage zu stellen. Den größten Fehler, den MANN machen kann, ist zu drängen.
Nimm dir Zeit, soviel es geht. Denn in 5 Minuten kann man nicht darüber reden. Oft ist auch das Umfeld wichtig. Es liegt an dir, Sicherheit zu geben.
Laße ihr Zeit, um nachzudenken. Du kannst ihr immer nur das Gespräch anbieten, sie nicht dazu drängen.
Ohne zu murren im Haushalt mithelfen. Auch wenn du selbst über eine lange Zeit der einzige ist, der hier arbeitet. Auf keinen Fall etwas sagen wie: "Wie sieht es denn hier aus..."
Mache nie Vorhaltungen darüber, was du alles auch dich genommen hast. Das Leben mit einer Überlebenden bedeutet auch, mehr geben als nehmen. Doch jeder noch so kleine Erfolg ist eigentlich Belohnung genug und sollte zeigen, daß der eigene Einsatz nicht umsonst ist.
Verschaffe euch auch mal Freiraum. Insbesondere deine(r)m PartnerIn. Habt ihr Kinder, dann packe sie ins Auto und sorge zu für die nötige Ruhe. Auch für dich selbst ist es nicht verkehrt mal bei den "Eltern" zu übernachten. Es kann unter Umständen nur helfen.
Dieses sind nur ein paar Tips, mit denen ich recht gut zurecht komme. Vieles ergibt sich aus der Situation. Ich lasse dann einfach mein Gefühl spielen. Wobei ich sagen muß, es ist nie einfach, das Richtige zu tun. Auch ich liege verkehrt oder verhalte mich falsch. Aber, man kann darüber reden, wenn auch nicht sofort. Da ich zuvor noch nie in einer vergleichbaren Lage war, ist es eigentlich nicht möglich zu sagen, so geht es. Es ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. NUR ÜBER EINS MUSS MAN SICH IM KLAREN SEIN: MAN MUSS IMMER KRAFT FÜR ZWEI HABEN.