Kleidung der Renaissance
(Etwa 1. Hälfte 16. Jahrhundert)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dame mit großem Barett über der Kalotte (enge, oft netzartige Kappe). Geschlitzte, mehrfach abgebundene Ärmel, großer Ausschznitt

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Herr mit kleinem Barett, pelzverbräter Schaube und Schoßwams. Gefälteltes Hemd

 
Der Reichtum der Städte, die geistige Aufgeschlossenheit ihrer Bürger spiegeln sich nicht zuletzt in der Kleidung.
Das Männerwams hat jetzt einen langen, bis zu den Knien reichenden Faltenschoß und üppigweite, geschlitzte Ärmel. Es ist dies die Mode der Landsknechte, die der reiche Bürger übernimm: "zerschnitten und zerhauen". Aus den geschlitzten Ärmelpuffern quillt der Stoff des kostbaren Unterzeugs. Ergänzend trägt der Mann die mantelähnliche, ärmellose Schaube mit sehr breitem Schulterkragen aus Pelz, dazu das flache Barett, oft mit wallenden Federn oder Kleinodien geziert. Haare und Bart sind eckig gestutzt - ähnlich den sehr breiten "Kuhmaulschuhen", die den behäbig - bürgerlichen Gesamteindruck dieser Mode unterstreichen.
In der Frauentracht wird nun der Rock meist rundum vom Leibchen getrennt. Er fällt in dichten Röhrenfalten. Das enge Oberteil weist einen breiten Ausschnitt auf, der häufig vom feingefältelten Leinenhemd und reichlichen Kettenschmuck verdeckt wird. Auf dem Krichgang trägt die Frau den Goller über dem Ausschnitt.
Als Kopfbedeckung erlebt die Haube ihre Blüte: "Soviel Köpfe - soviel Hauben".
 
 
 
Frau mit Goller
Ein Gollerschnitt mit angeschnittenem Kragen
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 

Landsknecht in "zerschnittener und zerhauener" Kleidung nach einem Holzschnitt von Peter Flötner (etwa 1530)

 
 
 
Frau mit großer gestärkter Haube (Nonnentrachten)
Verschiedene Kuhmaulschuhe
 
 
 
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