Kleidung der Hochgotik
(Etwa 1150 bis 1350)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mann im langen Überrock (Surcôt) mit tiefen Armschlitzen. Unterkleid (Cotte) mit langen Ärmeln (13. Jh.)

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Frau mit Krone, Schapel und Gebende, Schnurmantel. Kleid mit Brustschlitz (13. Jh.)

 
(Bäuerliches Mädchen)
In der Hochgotik bestimmt das Rittertum Kultur und Kleiderstil.
Mann und Frau tragen sehr ähnliche Gewänder: ein Unterkleid mit langen, engen Ärmeln und darüber ein ärmelloses, fast gleich langes Überkleid.
Die Kleider und ärmellosen Überkleider sind beim Manne fußfrei, als Reitergewand hinten und vorne geschlitzt. Der Mantel besteht aus einem halbrunden Stück. Er ist vorn durch eine Schnur zusammengehalten. Auf dem Kopf trägt die Frau einen Kranzähnlichen Schapel (aus dem Kranz entstandener Kopfschmuck aus Bändern, Reifen und Schleiern). Er ist bei der verheirateten Frau aus gestreiftem Leinen, kronenartig hoch und mit dem Gebende (Kinnbind, meist in Verbindung mit Schapel) verbunden. Das Kleid der Frau wird unter der Taille mit einem kostbaren Gürtel gehalten. Der Rock ist mehrfach durch Keile erweitert. Knöpfe ersetzen die Schnürungen.
 
 
 

 
 
 
 
 

Schnitt eines Frauenkleides aus dem frühen 14. Jh. vom Friedhof in Herjolfsnes (Südgrönland). Ärmelschnitt außergewöhnlich

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Kleid mit Schnürung über der Taille und am Unterarm. Keilerweiterungen am Rock (12. Jh.)

 
 
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