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Über dem Land liegt
lang der Schatten
(DHdR, Bd. III, Der Weg der grauen Schar)
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Über dem Land liegt lang der Schatten,
Flügel der Finsternis strecken sich westwärts.
Der Turm bebt; den Königsgrüften
Naht das Gericht. Die Toten erwachen,
Am Stein von Erech stehen sie wieder,
Denn die Stunde ist da der Wortbrüchigen:
Und hören das Horn in den Bergen hallen.
Wessen Horn? Wer wird sie rufen,
Das vergessene Volk aus grauem Zwielicht?
Der Erbe des Mannes, dem einst sie schworen.
Von Norden naht er, Not treibt ihn:
Das Tor zum Pfad der Toten wird er durchschreiten.
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Aus dem dunklen Dunharg
im Morgengrauen
(DHdR, Bd. III, Die Heerschau von Rohan)
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Aus dem dunklen Dunharg im Morgengrauen
Mit seinen Mannen ritt Thengels Sohn,
Erreichte Edoras, die uralten Hallen
Der Mark-Statthalter, nebelumsponnen,
Goldnes Gebälk in Trauer verhangen.
Abschied nahm er von seinem Volke,
Herd und Thron und geheiligten Stätten,
Wo Freude geherrscht, eh das Licht verlosch.
Aus zog der König, Furcht im Rücken,
Vor sich Geschick. Die Treue trieb ihn;
Was er geschworen, erfüllte er alles.
Aus zog Théoden. Fünf Nächte und Tage
Ritten ostwärts die Eorlinger
Durch Folde und Fenmark und Firienwald,
Sechstausend Speere nach Sunlending,
Mundburg die mächtige unter Mindolluin,
Seekönigs Stadt im Reich des Südens,
Schicksal trieb sie. Im Dunkel entschwanden sie,
Fanden sie feind- und feuerumzingelt.
Roß und Reiter; ferner Hufschlag
Verscholl in der Nacht: so künden's die Lieder.
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Auf! Auf! ihr Reiter Théodens!
(DHdR, Bd. III, Der Ritt der Rohirrim)
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Auf! Auf! ihr Reiter Théodens!
Zu grimmigen Taten: Feuer und Schlachten!
Speer wird zerschellen, Schild zersplittern,
Schwert-Tag, Blut-Tag, ehe die Sonne steigt!
Nun reitet! Reitet! Reitet nach Gondor!
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Aus Zweifel und Finsternis
kam ich, singend
(DHdR, Bd. III, Die Schlacht auf den Pelennor-Feldern)
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Aus Zweifel und Finsternis kam ich, singend
Mit blankem Schwert in der Morgensonne.
Ich ritt, bis Hoffnung und Herz zerbrachen:
Auf nun! Dies ist der Tag des Verderbens!
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Wir hörten von Hörnerklang
in den Bergen
(DHdR, Bd. III, Die Schlacht auf den Pelennor-Feldern)
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Wir hörten von Hörnerklang in
den Bergen,
Von blinkenden Schwertern im Reiche des Südens.
Rosse trugen Reiter nach Steinenland,
Gleich Wind in der Frühe. Krieg entbrannte.
Da fiel Théoden, der mächtige Thengling
Kehrte nie zu den goldenen Hallen,
Nie zu den grünenden Weiden des Nordens
Heim, der Heerführer. Harding und Guthláf,
Dúnher und Déowin, Grimbold der kühne,
Herfara und Herubrand, Horn und Fastred
Fochten und fielen dort in der Fremde:
Liegen unter den Grabhügeln
Von Mundburg, gesellt den Edlen von Gondor.
Nicht kehrte Hirluin ans Meer zu den Hügeln,
Noch zu den blühenden Tälern jemals
Forlong der Alte nach Arnach wieder
Siegesstolz, noch die Bogenschützen
Derufin und Duilin an die dunklen Wasser,
Die Moore von Morthond im Schatten der Berge.
Morgends und abends holte der Tod sich
Herren und Knechte. Lang nun schlafen sie
Unter dem Gras in Gondor am Strome,
Dem silberglänzenden, tränengrauen.
Rot rollten damals die Wogen,
Blut färbte das Wasser am Abend;
Als Meldefeuer brannten die Berge;
Rot fiel der Tau in Rammas Edor.
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Wenn der Schwarze Atem weht
(DHdR, Bd. III, Die Häuser der Heilung)
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Wenn der Schwarze Atem weht,
Todesschatten dräuend steht,
Löschen alle Lichter aus,
Athelas, komm du ins Haus,
Durch Königshand zu geben
Sterbenden das Leben!
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Silbern strömen die
Wasser von Celos nach Erui
(DHdR, Bd. III, Die letzte Beratung)
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Silbern strömen die Wasser von Celos
nach Erui
In den grünen Gründen Lebennins!
Hoch wächst dorten das Gras! Der Wind weht von der See,
Wiegt die weißen Lilien,
Läutet die goldenen Glocken von Malos und Alfirin
In den grünen Gründen Lebennins.
Der Wind weht von der See!
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Im hellen Westen blüht es schon
(DHdR, Bd. III, Der Turm von Cirith Ungol)
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Im hellen Westen blüht es schon,
Von Knospen schwillt der Baum,
Die Finken üben ihren Ton,
Der Wildbach quirlt im Schaum.
Vielleicht auch steht die klare Nacht
Den Buchen ins Gezweig,
Hat ihnen Sterne zugedacht
Als elbisches Geschmied.
Lieg ich auch hier zu guter Letzt
In tiefster Finsternis
Wie ausgeblutet, wie zerfetzt,
Es ist mir doch gewiß:
Die Sonne zieht die hohe Bahn,
Der Stern den milden Lauf,
Solang der Tag noch nicht vertan
Geb ich den Sieg nicht auf.
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Langes Leben den Halblingen!
Rühmt sie mit großem Preis!
(DHdR, Bd. III, Das Feld von Cormallen)
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Langes Leben den Halblingen! Rühmt
sie mit großem Preis!
Cuio i Pheriain anann! Aglar'ni Pheriannath!
Rühmt sie mit großem Preis, Frodo und Samweis!
Daur a Berhael, Conin en Annûn! Eglerio!
Rühmt sie mit großem Preis, Frodo und Samweis!
Daur a Berhael, Conin en Annûn! Eglerio!
Preist sie!
Eglerio!
A laita te, laita te! Andave laituvalmet!
Preist sie!
Cormacolindor, a laita tárienna!
Preist sie! Die Ringträger, rühmt sie mit großem
Preis!
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Zu dem Meer! Zu dem Meer! Dort schäumen die Wellen
(DHdR, Bd. III, Das Feld von Cormallen)
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Zu dem Meer! Zu dem Meer! Dort schäumen
die Wellen,
Und die Schreie der weißen Möwen gellen.
Der Sonnenball sinkt im Westen nieder.
Graues Schiff! Graues Schiff! Mich rufen die Brüder
Aus meinem Volke, die vor mir gezogen.
Ich muß ihnen nach über dunkle Wogen,
Den Wald muß ich lassen. Verronnen ist
Unserer Tage und Jahre Frist.
Süß sind die Stimmen der elbischen Rufer,
Ewig grün ist das letzte Ufer,
Der Insel Eressëa, die kein Mensch erreicht hat,
Für immer unser, der Elben Freistatt.
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Singe nun, Volk des Turmes
von Arnor
(DHdR, Bd. III, Der Truchseß und der König)
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Singe nun, Volk des Turmes von Arnor,
Zu Ende für immer ist Saurons Herrschaft,
Darnieder liegt der Dunkle Turm.
Sing und frohlocke, du Volk vom Turme der Wacht,
Nicht vergeblich habt ihr gewacht!
Das Schwarze Tor ist zerbrochen,
Euer König hat es durchschritten,
Er ist siegreich.
Singet und freut euch, ihr Kinder des Westens,
Euch kehrt der König zurück,
Unter euch wird er weilen
Zeit eures Lebens!
Der Baum, der verdorrte, wird wieder neu,
An hohem Ort wird pflanzen ihn der König,
Segen wird ruhen auf der Stadt.
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Aus Zweifel und Finsternis
ritt er, singend
(DHdR, Bd. III, Viele Abschiede)
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Aus Zweifel und Finsternis ritt er, singend
Mit blankem Schwert in der Morgensonne.
Hoffnung erweckte er, fiel voller Hoffnung,
Über Tod, über Grauen und Schicksal erhoben
Aus dem Leben zu immerwährender Ehre.
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Die Straße gleitet fort und fort
(DHdR, Bd. III, Viele Abschiede)
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Die Straße gleitet fort und fort
Weg von der Tür, wo sie begann,
Zur Ferne hin, zum fremden Ort,
Ihr folge denn, wer wandern kann
Um einem neuen Ziel sich weihn.
Zu guter Letzt auf müdem Schuh
Kehr ich zur hellen Lampe ein
Im warmen Haus zur Abendruh.
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Doch um die Ecke, kommt uns vor
(DHdR, Bd. III, Die Grauen Anfurten)
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Doch um die Ecke, kommt uns vor,
Da führt noch ein geheimes Tor
Zu Pfaden, die wir nie gesehn.
Es kommt der Tag, da muß ich gehn
Und ungekannte Wege ziehn,
Wohl mondvorbei und sonnenhin.
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A! Elbereth Gilthoniel!
(DHdR, Bd. III, Die Grauen Anfurten)
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A! Elbereth Gilthoniel!
silivren penna míriel
o menel aglar elenath,
Gilthoniel, A! Elbereth!
Wir leben unter Bäumen, weit
Vom Meere, doch das Sternenlicht
Des Westens - wir vergessen's nicht.
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