Bericht zum 1. Familientag Stoyke 1969 in Detmold Zur Startseite Zur Homepage Olaf Schmidt

Zweiter Familientag Stoyke

(abgedruckt in "Der Westpreusse" Nr. 13/1983, Verfasserin: Barbara Stoyke, Brakel)


Zu Pfingsten 1983 trafen sich die Angehörigen der Großfamilie Stoyke in Bielefeld zu ihrem 2. Familientag. Weit verzweigt und heute weitverstreut, freuten sich alle Teilnehmer auf ein fröhliches Wiedersehen mit den Verwandten.

Große Ahnentafeln zierten eine Saalwand mit etwa 400 Namen, die seit 1655 in Westpreußen nachweisbar sind, wenn auch der Name Stoyke - Stoike schon 1520 in Pommern und ein Joachim Stoyke 1586 als Ratsherr in Putzig/Westpreußen genannt ist. Mehrere interessierte Ahnenforscher haben nach der Flucht 1945 aus den alten westpreußischen Kirchenbüchern mühsam die schwer lesbaren Namen herausgesucht. Von den Teilnehmern des Familientags konnten zahlreiche Irrtümer und offene Fragen geklärt werden. Manch einer setzte sich in eine stille Ecke und blätterte in der kleinen Geschichte von Kamin bei Goßlershausen, wo um 1730 der erste Stoyke sesshaft wurde. Um 1800 hatte jeder seiner fünf Söhne einen eigenen Hof und einen eigenen Familienzweig gegründet. Das Dorf wurde bald zu klein, 1945 fand man die Bauernhöfe der Nachkommen in Westpreußen breit gefächert und weit verstreut zwischen Bischofswerder und Thorn. Neben der Kaminer Linie ist die ebenso verzweigte Plowenzer Linie mit Klein-Rehwalde zu erwähnen. Bekannt war die Familie durch ihre edlen Pferde, die sie, wenn sie diese nicht selbst züchteten, beim Kauf sorgfältig auswählten. 1919 sind viele Familien ins Reich abgewandert, aber die meisten hatten noch "einen Koffer in Kamin" und die Verbindungen rissen nie ganz ab, was besonders während der Flucht 1945 dankbar erkannt wurde.

Bei der Festansprache am Pfingstsonntag konnten 73 Familienmitglieder zwischen 2 und 85 Jahren begrüßt werden, die aus dem Bundesgebiet zwischen Hamburg und Speyer und aus Berlin angereist waren. Die Ansprach stand unter dem Thema: Gemeinsame Ahnen - gemeinsamer Name, gemeinsame Heimat - gemeinsames Schicksal und wurde durch den Bericht über eine Reise in die alte Heimat ergänzt. Die Jugend, die zahlreich erschienen war, überraschte mit einem über den Familientag gedichteten Lied mit dem Refrain: ...dass an 70 Leutchen kommen, wer hätte das gedacht, wenn das der "alte Georg" wüsste, was hätte der gelacht... und ernteten damit vollkommenen Beifall.

B. Stoyke

Gruppenfoto vom 2. Familientag Stoyke 1983 in Bielefeld

Foto: Zweiter Familientag Stoyke in Bielefeld.


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