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Zur Ortsgeschichte von Jablonowo (Jablovo)/ Goßlershausen, Kreis Strasburg in Westpreußen

(aus: Dr. Hans PLEHN, Königsberg i. Pr. 1900: Ortsgeschichten des Kreises Strasburg in Westpreußen)


Jablonowo war eine der zerstörten Burgen, die der Herzog von Masovien 1222 dem Bischof Christian von Preußen schenkte. Die zwei ältesten bekannten Handfesten sind von 1341. Der Hochmeister verlieh dem Ritter Rüdiger von Logendorf zu kulmischem Recht 16 Hufen in Gabi1now, mit Verpflichtung eines Plattendienstes; und ebenso 16 Hufen dem Ritter Heinrich von Kinthenow; der letztere erhielt die Freiheit, in dem Mühlenteich zu fischen.

Um 1420 bestanden nach dem Dienstbuch vier plattenpflichtige kulmische Güter; drei davon betrugen je 16 Hufen, beim vierten fehlt die Arealangabe. Die Besitzer waren Heinrich Bondeke (Buntke), Johann vom Berge, Georg und Klaus von Czadel. Die Gründungszeit der Kirche ist unbekannt; sie wird zuerst 1445 erwähnt.

1561 besaß Niklas von Eichholz (Wichulec) einen Teil von Gabelnow; sein Neffe, der jüngere Hartmann von Eichholz, der es erbte, nahm danach den Namen Jablonowski an.

1641 schenkte der Kulmer Woiwode Johann Dzialynski Jablonowo den Graudenzer Jesuiten.

1773 waren in Jablonowo ein Vorwerk und 14 Bauern, 11 Instleute, 1 Schmied, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 1 Schäfer, 1 Krüger, 1 Müller, 1 Zimmermann und 2 Hirten. Jährlich wurden 7 Jahrmärkte abgehalten.

1784 saß auf dem Vorwerk Adam Suminski zu adligen Rechten. Die 7 Halbbauern wurden in Erbpacht eingeschlossen, nicht aber die Mühle und der Krug. Die Erbpächter hatten bei Reisen des Königs und in Kriegsfällen Vorspann zu stellen.

1796 übernahm Thomas von Suminsky Jablonowo für 21.431 Thaler.

1798 kaufte es Marianne von Bialoblocki für 22.300 Thaler. 1828 kaufte es Felix von Karwat für 16.666 Thaler.

1832 erstand es Frau Marianne von Karwat geborene von Lehwalde Jezierski in der Versteigerung für 7.706 Thaler.

1868 erbte es Mariea Balbina Deograta von Harzymski, vermählt mit dem Fürsten Felix Oginsky.

Das Gutsareal beträgt 598 ha. Die Schule bestand schon Ende des 18. Jahrhunderts. Zu Jablonowo gehörte Sandkrug.

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Kartenauschnitt Jablonowo (Goßlershausen), Kreis Strasburg:

Kartenausschnitt Topographische Karte 1 : 25.000 - Goßlershausen, Kreis Strasburg -
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004

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