Spionagemöglichkeiten

 

Wanzen & Minisender

Versteckte, getarnte Raummikrofone übertragen Gespräche über Funk. Reichweite 20 m bis 3 km. Energieversorgung meist über Batterie, aber auch über Strom- und Telefonnetz oder Solarzellen. Diese winzigen elektronischen Bauteile von Streichholzschachtelgröße können in jedem Hohlraum stecken, in abgehängten Decken, Böden, Möbeln, Elektrogeräten, Zimmerpflanzen. Die Montage geht schnell und ist kinderleicht. Und zwar von jedem, der Zugang zum Objekt hat, zum Beispiel Mitarbeiter, Besucher, Putzfrauen, Handwerker, Monteure. Einfache Wanzen sind ab 500 DM zu haben. Seit neusten sind auch Minisender mit Postzulassung erhältlich.

Schutz: Durch Wanzenaufspürgeräte ab 1000 DM. Aufspürung ausschließlich durch Profis für elektronisches Großreinemachen (Sweeping), Preis 1000 bis 5000 DM pro Objekt.

 

Minifunkkameras & Bildwanzen

Die neuste Art der Spionage. Aus einer winzigen, batterie- oder netzbetriebenen Funkkamera werden Bild und Ton in Fernsehqualität bis zu mehreren Kilometern übertragen. Mit Zulassung der deutschen Bundespost.

Das Gerät ist in kleiner wie eine Zigarettenschachtel und somit genau wie die oben beschriebenen Wanzen problemlos von allen Personen mit Zugang versteckbar. Der Preis liegt bei 900 DM, jeder technisch begabte Leihe kann solche Systeme im Elektronikfachhandel beschaffen und sofort einsetzen. Teure Systeme besitzen Kameras so groß wie eine Fingerkuppe, getrennt vom Sender im Streichholzschachtelformat.

Schutz: Räume nach Kameras absuchen. Aufspürgeräte einsetzen, aber ausschließlich durch Profis für elektronisches Großreinemachen (Sweeping), Preis 1000 bis 5000 DM pro Objekt, realisieren lassen.

 

Telefonwanzen, Telefonsender & Mithörmöglichkeiten von Telefonaten und Faxen

Die Täter klemmen sie direkt an die Telefonleitung, die auch den Strom liefert. Der Sender wird aktiviert, wenn der Hörer abgenommen wird.
Versteckt im Telefon, der Anschlußdose, innerhalb oder außerhalb der Telefonleitungen des Hauses (Verteilerkasten, Vermittlungsstelle der Telefongesellschaft). Jeder versierte Laie kann die streichholzschachtelgroßen Telefonwanzen leicht einbauen. Preise ab 500 DM. Täter sind am ehesten angebliche Servicetechniker, der Einbau braucht Zeit. Bei Installation in Verteilerkästen ist eine hohe kriminelle Energie Voraussetzung. Schnurlose analoge Heimtelefone, leider die verbreitesten, können mit hochwertigen Scannern (Spezialfunkempfänger) problemlos abgehört werden, ebenso wie mobile C-Netz Telefone. Die Funkverbindung neuster digitaler DECT Heimgeräte sowie D- und E- Netz Telefone ist weitgehenst abhörsicher. Seit neusten sind auch Minisender mit Postzulassung erhältlich.

Schutz: Ein mit der Analyse beauftragter Meßtrupp, bestehend aus Fachleuten, wird schnell fündig. Wirksame Abwehr erhält man durch Sprachverschlüsselungssysteme, der Partner benötigt dann ebenfalls ein baugleiches Coder/Decoder System. Kosten pro Gerät ab 500 DM. In der Preisklasse 4000 bis 10.000 DM werden Geräte angeboten, die selbst vor Geheimdiensten weitgehendes sicher sind. Keine analogen schnurlos Geräte benutzn.
Staatliche Organe und Geheimdienste lauschen in den Vermittlungsstellen der Telefonnetzbetreiber oder zapfen diese Übertragungswege an. So wird der Lauschangriff unter anderem realisiert. Wir führen Systeme, dessen Verschlüsselungen dieses Lauschen unmöglich machen. Das Bild zeigt eine Abhörstation des US Geheimdienst. Bei jedem außereuropäischen Gespräch wird von verschiedenen Geheimdiensten mitgehört. Auch normale Gespräche werden bespitzelt, bestimmte Schlagwörter setzen Aufzeichnungsgeräte in Betrieb.

Die Überwachung aller Telefonanschlüsse kleiner und großer Telekommunikationskunden sind mit speziellen Mitschnittgeräten problemlos realisierbar. Es gibt Systeme, mit dessen Hilfe man über die Telefonleitung wahlweise diese selbst oder parallel den Raum überwachen kann.

 

Tonband am Telefonnetz

Ein Abheben des Hörers setzt das an das Telefonnetz geklemmte Tonband automatisch in Betrieb. Das kleine Tonband wird an beliebiger Stelle an die Telefonleitung angeschlossen. Ein versierter Laie kann eine Mitschneideapparatur an der Telefonleitung anbringen. Kosten: ab 400 DM. Personen mit Zugang zum betroffenen Objekt oder Installationsort kommen als Lauscher in Frage, denn die Bänder müssen regelmäßig ausgetauscht werden.

Schutz: Ein mit der Analyse beauftragter Meßtrupp, bestehend aus Fachleuten, wird schnell fündig. Wirksame Abwehr erhält man durch Sprachverschlüsselungssysteme, der Partner benötigt dann ebenfalls ein baugleiches Coder/Decoder System. Kosten pro Gerät ab 400 DM. In der Preisklasse 4000 bis 10.000 DM werden Geräte angeboten, die selbst vor Geheimdiensten weitgehenst sicher sind.

 

Fax-Monitoring-System

Dieses System protokolliert zusätzlich alle ein- und ausgehenden Faxnachrichten auf Papier oder Festplatte. Die Teilnehmer merken davon nichts. Das Gerät wird direkt an die Faxleitung (Telefonleitung) angeschlossen, wie die fest installierte Telefonwanze. Ein Fax-Monitoring-Systeme kostet für eine Faxleitung ab 10.000 DM.
Täter sind Profis, die gezielt vorgehen und sich die Bespitzelung etwas kosten lassen.

Schutz: Die Lokalisierung erfolgt meßtechnisch durch Fachleute. Wichtige Dokumente nicht faxen. Verschlüsselung durch Codiersysteme ist wie bei den oben beschriebenen Telefonspionagesystemen möglich.

 

Tonbandgeräte in Miniform

Die Winzlinge zeichnen Sprache auf. Ein Tonbändchen in Scheckkartengöße nimmt 2 Stunden auf, selbst das kleinste Gerät in einem Kugelschreiber schafft 30 Minuten.
Fast immer bringen diese Geräte Besucher mit, die das vertrauliche gesprochene Wort heimlich dokumentieren wollen. Minitonbänder werden entweder am Körper getragen, in Aktenkoffer oder anderen Konferenzutensilien eingebaut. Jeder Laie kann die Mini-Tonbänder einsetzen. Ein Gerät in Scheckkartengröße kostet um die 600 DM.

Schutz: Das geringe Magnetfeld des Löschkopfs ist elektronisch kaum zu orten. Tonbanddetektoren bringen wenig. Im Notfall das Gepäck röntgen und Metalldetektoren einsetzen.
Auch Kameras versteckt in Krawatten mit Minivideorecorder erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

 

Körperschallmikrofone

Hier nutzt man z.B. einen Heizkörper oder eine ganze Wand wie ein Mikrofon. Schallwellen versetzen den Körper in Schwingungen, die das Stethoskop auffängt, verstärkt, filtert und hörbar macht. Der Lauscher sitzt unbehelligt im angrenzenden Raum. Beliebte Lauschstellen sind auch Versorgungsschächte, die vertikal durch alle Etagen führen.
Spitzengeräte liefern erstaunliche Hörqualität, Preis ab 5000 DM. Leistungsschwächere Geräte ab 500 DM. Jeder, der Zugang zum Nachbarraum hat kann diese unbehelligt einsetzen. Funktioniert auch durch die Glasscheibe.

Schutz: Rauschgeneratoren machen das Belauschen von Körperschall unmöglich, sind aber teuer. Rauschgeneratoren für einen kleinen Raum kosten um die 1500 DM.

 

Drahtfunk

Funktioniert innerhalb des Gebäudes. Der Langwellensender nutzt die 230-Volt-Stromleitung als Antenne und bezieht den Strom aus dem Netz.
Das Versteck ist in und an Elektrogeräten sowie Verteiler- und Netzsteckdosen gebunden. Fast immer tauschen die Täter, Besucher, Monteure, oder Mitarbeiter vorhandene gegen präparierte Elektrogeräte aus. Besonders beliebt: Einbau in handelsübliche Mehrfachsteckdosen.
Wie bei Wanzen wird ein zusätzliches Empfangssystem benötigt. Das System kostet um die 1000 DM. Der Empfang kann jedoch nur im Gebäude am gleichen Stromnetz stattfinden.

Schutz: Durch Netzverrauschung mit Rauschgeneratoren oder den Einbau von Netzfiltern. Letztere filtern die Langwellen (zu übertragende Sprache) heraus und verhindern so das Auffangen hinter dem eingesetzten Netzfilter.

 

Festverdrahtete Raummikrofone & Kameras, weltweite Überwachung per Telefonleitung

Die klassische Stasi-Wanze wird oft schon bei der Errichtung eines Gebäudes fest installiert. Gespräche werden von einer festen Abhörstation im Haus belauscht Diese Raummikrofone finden sich vor allem in Deckenverkleidungen und Mauerhohlräumen. Es gibt auch kleine, flexibel verlegbare Kabelwanzen.
Der Einbau erfolgt mit hohem Aufwand, aber man erhält unbegrenzte Betriebs- und Nutzungszeit z.B. durch Profi-Lauscher in Botschaften und Auslandsvertretungen, Hotels und Konferenzzentren.

Schutz: Extrem aufwendig. Abhören durch Rauschgeneratoren erschweren. Ausweichen ins Freie nur sinnvoll, wenn niemand in Sichtweite elektronisch mithören kann. Auch festverdrahtete, unsichtbare Kameras sind so möglich.
Über normale Telefonleitungen lassen sich beliebige Räume weltweit akustisch überwachen.

Am besten per ISDN, aber auch über analoge Telefonleitungen kann Raumüberwachung mit Bild- und Tonübertragung weltweit realisiert werden.

Es gibt Systeme, mit dessen Hilfe man über die Telefonleitung wahlweise diese selbst oder parallel den Raum überwachen kann.

 

Richtmikrofone & Lasersysteme

Der Schall wird durch ein Parabolrichtmikrofon eingefangen. Die Schallwellen werden wie beim Körperschall einige tausendfach verstärkt, gefiltert und wiedergegeben. Lauscher lauern im Freien, ca. 30 bis 100 m in direkter Sicht vom geöffneten oder gekippten Fenster des Objektes entfernt. Technisch wie finanziell leicht realisierbar. Leistungsfähige Geräte kosten rund 1000 DM. Um die 25 TDM kosten Laserabhörsysteme, mit ihnen kann man beliebige Räume durch geschlossene oder offene Fenster bis zu 500 m abhören.

Schutz: Wichtige Gespräche nicht im Freien in Sichtweite anderer Personen führen. In Chef- und Besprechungsräumen Fenster geschlossen halten. Schutz vor Lasersystemen mit Rauschgeneratoren.

 

Computerspionage

Leider besteht die Möglichkeit, mit Hilfe von Spezialempfängern das Bild jedes durchschnittlichen Computerbildschirmes durch seine elektromagnetische Strahlung sichtbar zu machen. So kann bis ca. bis 150 m erfolgreich spioniert werden - selbst noch von der Straße aus. Das Objekt muß nie betreten werden, nur die jedoch sehr teure Empfangstechnik muß vorhanden sein. Eine gleiche Möglichkeit besteht durch die Einstrahlung der Monitore in das 230 Volt Stromnetz, der Spion muß mit seinem Empfänger Zugang zum gebäudeeigenen Stromnetz haben (Nachbarraum).

Schutz: Leider baut die Industrie noch keine strahlungsgeschützten Computerbildschirme für den normalen Endverbraucher (trotz nur sehr geringer Mehrkosten). So schaffen nur völlig überteuerte Rauschgeneratoren (2000 DM) einen wirksamen Schutz. Einstrahlungen in das Stromnetz verhindern dagegen preiswertere Netzfilter.

 

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