Marihuana bei Multipler Sklerose
eine amerikanische Studie belegte, daß eine gezielte Anwendung von Marihuana eine Vielzahl von Symptomen bessern kann. Im hohen Maße Spastik und Schmerzen, Zittern in den Armen und Kopf, Depressiones und Angst. Marihuana wirkte sich auch günstig auf die Gehfähigkeit, sowie auf die Blasen- und Darmfunktionen aus. Man kann daraus schließen, daß Cannabis zumindest bei einigen Patienten verschiedene MS-Symptome deutlich vermindern könne, wenn es als Medikament eingesetzt und konsumiert würde.
Ausgewertet wurden insgesamt 112 Personen ( 51% männlich, 49% weiblich), davon
41% meistens oder immer im Rollstuhl
21% Gehen nur mit Stock oder Gehhilfe
38% Gehen ohne Hilfe
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bei den 112 versuchspersonen waren die Gründe der Einnahme,Verringerung bestimmter Symptome der MS (92%); Hilfe bei Entspannung (71%); Angstverminderung (45%); gegen Depressionen (42%); Reduzierung der Häufigkeit der MS-Schübe (38%);
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| Symptom | Besserung | starke Besserung | Verschlechterung | haben dieses Symptom |
| Spastik beim einschlafen | 96,5% | 75,6% | 0,0% | 76,8% |
| Schmerzen in den Muskeln | 95,1% | 73,8% | 0,0% | 54,5% |
| Spastik beim nächtlichem Aufwachen | 93,2% | 71,2% | 0,0% | 52,7% |
| Schmerzen in den Beinen (nachts) | 92,3% | 75.0% | 1.9% | 46,4% |
| Zittern (Arme/Kopf) | 90,7% | 53,5% | 3,8% | 38,4% |
| Depressionen | 90,6% | 62,2% | 1,4% | 66,1% |
| "Kribbeln" der Extrimitäten | 80,8% | 37,2% | 1,3% | 69,6% |
| Taubheit von Brust/Bauch | 74,9% | 34,3% | 0,0% | 28,6% |
| Schnerzen im Gesicht | 73,3% | 33,3% | 0,0% | 13,4% |
| Schwäche in den Beinen | 72,9% | 35,3% | 3,5% | 75,9% |
| Müdigkeit | 66,3% | 31,5% | 7,6% | 82,1% |
| Harndrang | 64,0% | 29,3% | 0;0% | 67,0% |
| Harninkontinenz | 55,5% | 24,5% | 0,0% | 47,3% |
| Stuhldrang | 57,7% | 23,1% | 3,8% | 23,2% |
| Stuhlinkontinenz | 44,4% | 22,2% | 0,0% | 24,1% |
| Köroerbalance | 56,2% | 18,9% | 13,4% | 85,7% |
| Doppelbilder | 62,8% | 34,9% | 2,3% | 38,4% |
| Fähigkeit zu laufen | 59,4% | 27,7% | 3,9% | 82,1% |
| Verwaschene Sprache | 54,3% | 30,4% | 6,5% | 41,1% |
Eine Anzahl von Symptomen (Schmerzen, Spastik, Depressionen etc.) wurden bei über 80% der Befragten gebessert. Schmerzen und Spasmen bei 70%!!! stark gebessert. Alle weiteren Daten kann man der Tabelle entnehmen...
Aufgrund verschiedener Untersuchungen ist bekannt, daß MS-Symptome wegen einer hohen Placebo-Rate in 65-70% durch vollkommen unwirksame Präperate subjektiv günstig beeinflußt werden. Hier wurde jedoch eine Vielzahl von Symptomen in mehr als 80%, zum Teil sogar mehr als 90% aller Fälle verbessert, so daß hier vermutlich kein Placebo-Effekt vorliegt, sondern eine echte Wirkung. Zudem wurde bei einer Anzahl von Symptomen ein hoher Anteil starker Besserung angegeben. Es wird darauf hingewiesen, daß es unwahrscheinlich sei, daß die Reduzierung von MS-Symptomen auf Einbildung beruht. Ein Indiz ist die hohe Variation der beeinflußten Symptome. Cannabis beeinflußte nicht bei allen Befragten die gleichen Symptome in gleicher Weise.Verschiedene Zeichen und Symptome der MS, insbesondere Spastik und Schmerz, durch Cannabis signifikant vermindern kann, zumindest bei einigen Patienten.
Dr. med. Franjo Grotenhermen, nova-Institut